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Brandschutzerziehung vor Ort

Feuerwehrleute führten mit Schülern eindrucksvolle Experimente durch

Außergewöhnlichen Unterricht erlebten Schüler der Glienicker Grundschule vor den Sommerferien.  Feuerwehrleute der Löschgruppe Nächst Neuendorf demonstrierten den Kindern unter anderem, wie gefährlich es sein kann, wenn trockene Blätter in die Nähe von Kerzen kommen und wie schnell auch andere Dinge brennen können. „In der Klasse 5“, so Franziska Liehmann, Zwergenwartin der Feuerwehr Nächst Neuendorf   und selbst als Lehrkraft in Glienick tätig, „steht das Thema ‚Stoffe und ihre Eigenschaften‘ auf dem Lehrplan.  Leider sei es Lehrkräften in den Schulen nicht möglich, den Schülern Experimente mit Feuer zu demonstrieren, da Feuer in den Schulen streng verboten ist und die meisten Lehrkräfte zudem keine Erfahrung mit solchen Experimenten haben. So wurde die Idee geboren, sich die Feuerwehr für solche Experimente ins Haus zu holen. Die Schulleitung willigte ein. Und so fuhren Kameraden der Löschgruppe Nächst Neuendorf nach Glienick. „Zwei Stunden lang zeigten wir den  Kindern der ersten und zweiten Klasse einige Experimente. Da es sehr heiß war, bauten wir auch ein kleines Spiel mit Wasser ein. Mit Schwämmen musste Wasser von A nach B transportiert werden. Dieses Wasser kam dann in eine Kübelspritze, mit der ein kleines Feuer gelöscht wurde“, erzählt Franziska Liehmann. Dank der Unterstützung von Kameraden aus der Feuerwehr Dabendorf stand auch eine Wärmebildkamera vor Ort zur Verfügung. Die Kinder konnten auf diese Weise sehen, dass das Feuer über 600 Grad Celsius heiß war.

Auch für die Klasse 5 stand an diesem Tag das Thema Brandschutzerziehung auf dem Programm. In Vorbereitung auf diesen Tag legte Franziska Liehmann mit dieser Klasse ein kleines Heft zum Thema „Feuer“ an. „Wir definierten den Begriff ‚Feuer‘ und beschäftigten uns mit der Brennbarkeit von verschiedenen Stoffen. Die Experimente, die wir durchführen wollten, haben wir vorher besprochen und Vermutungen angestellt“, so die Feuerwehrfrau. Unter anderem ging es darum zu klären, was brennt und was brennt nicht, was brennt schneller und was passiert, wenn man ganz, ganz feinen Staub in eine Flamme pustet. Höhepunkt der Experimente war für die Kinder die Fettexplosion, die4 mit Hilfe der Glienicker Feuerwehr demonstriert wurde. „Viele der Kinder hätten nicht gedacht, dass es so einige heftige Reaktion gibt. Ein gemeinschaftliches ‚Wow‘ war zu hören“, so Franziska Liehmann. Wie sie betont, habe man alle Kinder darauf aufmerksam gemacht,  solche Experimente niemals nachzumachen und niemals mit Feuer zu spielen. „Solch eine Sensibilisierung der Kinder ist in meinen Augen sehr wichtig. Man kann Grundschulkindern durch solch eine Brandschutzerziehung viel mit auf dem Weg geben und auch gleichzeitig neue Mitglieder für die Zwergen-  und Jugendfeuerwehr werben.“ Als Dank für die Feuerwehrleute gab’s von der Klasse 5 je eine Karte und Konfekt. Zitat der Kinder: „Liebe Frau Liehmann, wir danken Ihnen sehr für das Feuerprojekt. Wir danken Ihnen, dass sie sich Zeit mit ihren Kollegen genommen haben. Es war sehr lustig, interessant und toll. … Wir fanden es sehr schön, dass sie trotz der Hitze mit uns das Projekt gemacht haben.“

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